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El ARCA de Armantes

El ARCA de Armantes (APAA)
(Asociación Protectora de Animales “Armantes”)
Calatayud/Zaragoza - Spanien

Unser Tierschutzverein wurde 2008 von nur wenigen Tierfreunden auf privater Basis gegründet, die es sich zur Aufgabe machte, ausgesetzten und misshandelten Tieren eine Stimme zu geben, egal welcher Rasse. Sie sollen nie wieder mit Steinen beworfen werden, weil sie abgemagert, hässlich und durch Krankheiten wie Sarna gezeichnet sind. Seit vier Jahren versuchen wir unserem Projekt Form und Leben zu geben, mussten bürokratische Hürden überwinden und oft trafen wir auf Unverständnis und sogar auf Verachtung.

Es war alles nicht so einfach wie wir es uns vorgestellt hatten. Wo sollen die Tiere hin,
woher das Geld nehmen? Die eingefangenen Tiere mussten zum Tierarzt, geimpft, gechipt und kastriert werden! Zum Glück stellte uns ein Gründungsmitglied sein Grundstück zur Verfügung und liess es einzäunen, so hatten wir für den Anfang einen Platz geschaffen. Geld für die Bezahlung der Veterinäre hatten wir nicht, sie halfen uns, indem sie Zahlungsaufschub gewährten; bis heute steht noch ein nicht unbedeutender Betrag zur Zahlung aus. Ein grosser Teil wurde von Gründern gespendet. An einer Subvention seitens der Stadtverwaltung oder des Staates war nicht zu denken, bisher erhielten wir nur Absagen. Fördergelder erhalten hier in Spanien die Tötungsstationen, die Voksfeste und Stierkämpfe. Das ist traurige Realität
Nur durch den unermüdlichen Einsatz einer „handvoll“ von aktiven Helfern, die all ihre Kräfte einsetzen, und unter dem Motto „nicht aufgeben“ sind wir trotzdem immer für diese armen, ausgesetzten und misshandelten Tiere da, und es liegt uns sehr am Herzen, dafür Sorge zu tragen, dass sie immer Unterkunft, Futter, und Wasser haben und vor allen Dingen menschliche Zuneigung, das was ihnen am meisten fehlt.

Grossen Dank an den Tierschutz-Europa, der durch Vermittlungen unserer Vierbeiner nach Deutschland für uns eine grosse Hilfe ist und uns Mut gibt, weiter zu machen und nicht aufzugeben.

Um Mitglieder zu werben wurden alle möglichen Werbetrommeln in Bewegung gesetzt, wie z.B. Presse, Radio, Schulen, Messen, Verlosungen gespendeter Waren von Geschäftsleuten und Verteilung von Prospekten, Facebook, Web-Seite usw. Manchmal hatten wir auch Glück bei der Weihnachtslotterie. Heute kennt man uns, auch über unsere Gemeindegrenze hinaus, und es vergeht kein Tag, an dem wir keinen Hilferuf erhalten, um ein ausgesetztes oder angefahrenes Tier, manchamal auch Mutter mit Welpen zu retten, im schlimmsten Fall 2- Wochen alte Welpen aus dem Container.
Heute haben wir 80 Mitglieder, obgleich die Beiträge sehr gering sind, 5, 6 oder 10 Euros im Monat, so freuen wir uns doch über jede noch so kleine Spende.

Das Grundstück, welches uns ein Mitglied zur Verfügung gestellt hatte, ist inzwischen viel zu klein geworden, um allen Tieren eine Herberge zu geben. Einige Tiere mussten wir ausserhalb Calatayud in angemieteten Zwingern unterbringen, wobei Pflege und Sauberhaltung von uns durchgeführt wurde. Das sollte kein Dauerzustand sein, also mussten wir uns was einfallen lassen. Ein grösseres Grundstück musste her. Wir fanden jemanden, der uns seine Finca von 2800 m2, mitten in einer Agrar-Landschaft, weit ab von Strasse und Häuser zur Miete anbot, an einem Bach, jedoch ohne Strom
und Schatten. Die Miete rechnete er als Spende an. Wir waren natürlich begeistert, ahnten aber nicht, was noch alles auf uns zukommen sollte.

Laut Kostenvoranschlag sollte die Umzäunung 20.000,- € kosten. Ein Kredit musste also her, 20.000,-- € + 5.045,- Zinsen, zahlbar bis 2018. Vier Gründungsmitglieder avalierten diesen Kredit .
Unsere Freude dauerte nicht lange, der Kostenvoranschlag wurde erheblich überschritten, und weit entfernt von der Vorstellung, wie unsere Herberge aussehen sollte. Die Arbeiten wurden billig gehalten und so musste oft nachgearbeitet werden. Nach anderthalb Jahren haben wir immer noch eine grosse Baustelle. Nach und nach werden in Eigenarbeit die bisherigen Ausläufe verkleinert, um mehr Tiere aufnehmen zu können. Schatten haben die Tiere nur in ihrer Hütte und unter einer Plane, festgemacht an der Umzäunung, die bei heftigen Winden losgerissen wird. Da die Maschendrähte nicht untermauert sind, buddeln sich die Hunde unten durch. Da kein Geld für Maurerarbeiten da war, haben wir Obstkisten aus Plastik gesammelt oder auch ehrlich mitgenommen, sie an beiden Seiten längs des Maschendrahtes plaziert und mit Steinen gefüllt. Zumindest wird nicht mehr gebuddelt.
Im Moment gibt es nur für 40 Tiere Platz. Welpen und kranke oder kastrierte Tiere werden in Pflegefamilien untergebracht Das Wasser aus dem Bach dient lediglich zur Bewässerung und ist in heissen Sommertagen trocken, als Trinkwasser für unsere Tiere nicht geeignet, zu viel Pestizieden und andere schädlichen Stoffe. Wasser holen wir aus einer Quelle weit ab oder kaufen es in 5-Liter-Flaschen. Manchmal lassen wir uns 2000 Liter Wasser von der Feuerwehr bringen, leider auch nicht gratis. Strom liefert uns ein Generator. Für eine ordentliche Hütte, wo Futter, Trinkwasser-Behälter, Stroh für den Winter sowie Utensilien untergebracht werden können, war kein Geld da. Doch Not macht erfinderisch, wir sammelten alte Holztüren und andere passenden Teile und machten daraus eine Hütte, mit Stricken und Planen zusammen gehalten, obenauf eine Plane, die Regen und Feuchtigkeit abhalten sollte. Das ging auf die Dauer natürlich nicht gut.

Ein ganz lieber Spender schenkte uns eine Blechgarage 4x3 m, sowie die Isolierung.
Den Aufbau und die Isolierungsarbeiten haben wir selbst durchfgrführt. Jetzt können endlich Trinkwasser-Behälter sowie Futtersäcke (wir verbrauchen ca. 500 kg pro Monat) von Sonne und Regen geschützt, dort untergebracht werden, ohne dass das Wasser in der Sonne verdirbt oder die Futtersäcke nass werden.
In diesem Frühjar haben wir 25 Bäume gepflanzt, die hoffentlich im nächsten Jahr schon genügend Schatten für unsere Vierbeiner spenden.
Seit dem ersten Juli d.J. haben wir endlich eine Haftpflicht-Versicherung, 200,- €,
scheint billig, ist aber viel Geld, wenn man keines hat. Wir sind froh, dass unsere Tierärzte und auch die Baumschule geduldig auf die Bezahlung ihrer Rechnungen
warten, doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

In 3 Jahren kommt ein neues Problem auf uns zu. Der Mietvertrag des Grundstückes läuft aus. Das bedeutet, entweder kaufen oder darauf hoffen, dass es sich der Vermieter nicht anders überlegt und das Grundstück nun selbst bewirtschaften will, obwohl er mündlich versprochen hat, das Gelände an uns zu verkaufen.

Die Realität ist, wir haben einen grossen Schuldenberg und wissen nicht, wie es weitergehen wird. Die Wirtschaftskrise in Spanien macht es uns nicht leichter. Wenn wir Glück haben, bekommen wir für eine Adoption in Spanien nur 80,- €, also viel weniger als uns jedes Tier im Durchschnitt (etwa 200,- €) kostet, wenn man Operationen nicht mitrechnet. Alle Nebenkosten wie z.B. Benzin, Halsbänder, Medizin, Postgebühren, Büromaterial, zahlen die Gründungsmitglieder als Spende selbst. Auch haben wir Mitglieder verloren, gerade wegen der Krise.

Wir sind für jede Adoption und Spende oder auch Sachspenden dankbar, denn das ist für uns eine grosse Einnahmequelle, um endlich unser Tierasyl zu dem zu machen, was es sein soll, ein Heim für alle Tiere „ohne Stimme“, und die bei uns liebevoll verpflegt werden und auch ihre Streicheleinheiten bekommen, die sie nie erfahren haben. Unsere handvoll Helfer arbeiten oft bis zur Erschöpfung, ob in der grossen Hitze, nachts oder früh morgens, sie sind immer bereit ein Tier zu retten. Vielleicht mag es nicht glaubhaft klingen, aber es ist die reine Wahrheit.

Bitte spenden Sie, damit auch die Tiere, die noch verwahrlost herumlaufen, und die wir an irgendeiner festen Stelle ausserhalb unserer Herberge füttern müssen, bald auch einen Platz in unserem Heim bekommen. Auch Sachspenden sind willkommen, denn obgleich der Sommer heiss ist, so ist der Winter bitter kalt

Calatayud, 19.7.2012

Hier gibt s noch einen Film:


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