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Reiseberichte

El Arca de Armantes, 14.08.- 24.08.2014

Seit einem Jahr bin ich Mitglied im Tierschutzverein Europa, ich möchte mich, meinen Möglichkeiten entsprechend, einbringen und natürlich interessiert mich brennend die Lage vor Ort. Also habe ich entschieden, mir das alles aus der Nähe zu betrachten und meinen Sommerurlaub in Calatayud zu verbringen.

Im August sind wir dann zu fünft, Mann, Kind, unsere beiden Hunde Peggy und Blas und ich natürlich, mit einem Auto voller Spenden, losgefahren. Die Fahrt war anstrengend und nach einer Zwischenübernachtung in Frankreich, erreichten wir am 14. 08. unser Ziel.

Margret, die ich schon durch ein wildes Hin und Her an Mails richtig gut kennengelernt hatte, nahm uns in Empfang und verfrachtete uns zuerst in unser Hotel. Eigentlich wäre ich ja gerne gleich zu den Hunden gefahren..... .
Das haben wir dann gleich am nächsten Morgen nachgeholt. Armantes ist ein kleines Tierheim, im August waren dort noch zwanzig Hunde, zuzüglich derer, die in Pflegestellen leben.
Die Spuren des schlimmen Unwetters waren noch sichtbar, überall lagen Sand- und Kieshaufen von den \"Renovierungsarbeiten\" herum. Aber die Mauern standen bereits und wir hatten wirklich Angst, nichts zu tun zu haben, denn eigentlich wollten WIR mauern! Naja, die Ängst waren verfrüht, am Ende stellte sich heraus, dass wir ruhig noch ein paar Tage länger hätten bleiben können, um alles zu schaffen.

Manche Betondecken der gemauerten Hundehütten hingen so schlimm durch, dass wir Angst hatten, den Hunden fällt bald die Decke auf den Kopf! Diese Decken haben wir abgerissen, eingeschalt, ausgegossen, mit Ziegelplatten belegt und auch darauf kam dann eine neue Betonschicht.
Jetzt können die Hundetiere wieder auf den Dächern toben, denn ich hatte den Eindruck, sie sind lieber drauf als drunter und wenn man das Dickerchen \"Thor\" sieht, muss man sich jetzt keine Sorgen mehr machen.

Jedenfalls haben wir es leider nicht mehr geschafft, trotz der tatkräftigen Hilfe der Mädels vor Ort, die Holzhütten zu reparieren, die leider zum Großteil auch keine Dächer mehr haben, die Solarlampen waren noch nicht dran und die Margret- Bank nicht aufgestellt.

Interessant war auch, dass ich Zeuge eines Transportes werden durfte.
Vier Armantes- Hunde hatten das Glück, die Reise nach Deutschland antreten zu dürfen. Hunde, die auch ich die ganze Woche füttern und kuscheln durfte, da schloss ich mich doch der allgemeinen Abschiedstrauer gleich an, wobei es bei mir doch ehr Freudentränen waren, den anderen Mädels viel der Abschied schon sehr schwer und die Taschentücher gingen weg wie warme Semmeln. Schließlich sehen sie die Vierbeiner vermutlich nicht wieder, die sie gerettet, liebevoll aufgepäppelt und gepflegt haben!

Und genau das war für uns auch der Grund, auf dem Rückweg einen Abstecher nach Zaragoza, zu \"Perros con Alma\" zu machen.
Seit Juli haben wir unseren Blas und der wurde hier aus einer Tötungsstation gerettet. Er ist ein toller Hund und wir sind für ihn und Peggy unendlich dankbar. Deshalb interessierte uns dieses Tierheim auch und die Helfer dort freuten sich sehr, Blas wieder zu sehen.

Wir sind sehr dankbar, dass uns alle einen Einblick gewährt haben und haben festgestellt, dass alle die gleichen Sorgen haben: zu wenige Helfer und zu wenig Geld und natürlich die Dummheit vieler Leute. Als wir in Calatayud waren, ist erst wieder ein ganz neugeborener Welpe, in einem Bügeleisenkarton \"entsorgt\", gefunden worden. Der kleine Basti ist noch ein Flaschenkind und wohl bald auf der TSV- Website zu finden. Ich persönlich habe dafür keine Worte, weiß dann aber wieder, warum ich im TSV bin.

Es war eine sehr schöne Woche, die ich sicher mal wiederholen werde, trotz der vielen Arbeit. Schließlich ist doch einiges liegengeblieben. Und natürlich werde ich die ganzen fleißigen Bienchen dort vermissen, die uns nicht nur bei der Bauerei geholfen haben, sondern auch noch die karge Restzeit des Tages \"geopfert haben, um uns etwas von der Gegend zu zeigen. Daaanke!

Bis zum nächsten Mal! Hasta luego!


Hilfe vor Ort in Calpe

In der spanischen Provinz Alicante soll das Tierheim in Calpe geschlossen werden. Wir kämpfen mit den Tierschützern um den Erhalt des Tierheims, das den Sparmassnahmen der Stadt Calpe zum Opfer fallen soll.
Elinor Gonzales, die sich dort rührend um alle Hunde kümmert, hat direkten Kontakt zum Rathaus und sie sagt: die Zeichen stehen auf Sturm.

Vom 24. 10. bis 09. 11. 2012 fuhr Ute Hübner nach Calpe, um sich über die Sachlage zu informieren.

Die meisten Hunde, die auf eine Adoption warten, wurden dabei fotografiert und teilweise auch gefilmt, damit ein Transport Ende 2012 schon mal eine Anzahl von Hunden herausnehmen konnte.

Immer wieder standen nebenbei auch Tierklinikbesuche an und es konnte bei der Pflege der Hunde geholfen werden.

Die Situation in Calpe ist äußerst angespannt und keiner weiß, wie es in Zukunft weiterlaufen soll…

Wir alle hoffen jetzt auf eine baldige sinnvolle Lösung.


Zwei, die auszogen…

23. September 2012– 03. Oktober 2012

Britta und Christian sind als TSV-Europa-Mitglieder zu einigen unserer Hilfsprojekte gefahren. So ging ihre Fahrt zuerst nach Calpe, wo sie Elinor zwei Tage besucht haben.
Dort ist die Situation sehr angespannt, denn es gibt jede Menge armer Nasen dort.
Einen Ausschnitt dazu haben wir auch auf unsere Webseite gemacht.

Elinor braucht dringend längerfristig (mindestens ein halbes Jahr) Freiwillige , die ihr eine Zeit lang bei der Arbeit helfen können – gerne dürfen das auch Schüler oder Studenten über 18 Jahren sein, die den Hunden in Spanien gerne helfen möchten. Für eine Unterbringung ist gesorgt – Lohn und Kost kann aber leider nicht übernommen werden.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an
ute.h@tsv-europa.com

Weiter ging die Fahrt von Britta und Christian dann nach zu unseren Partnertierheimen in Andalusien: Mie fiel amigo (Andújar) und Arconatura (Linares), wo sie auch sehr herzlich empfangen worden sind.
Beide Tierheime quellen über mit Hunden, denn die Not der Spanier in diesen Gebieten ist auch sehr groß – die wachsende Arbeitslosigkeit (derzeit u die 27 % in dieser Region) lässt auch die Not der Haustiere extrem anwachsen.
Aldo (auf unserer Webseite) wurde dabei von Britta und Christain bei Andújar aud f der Strasse direkt aufgegriffen und konnte von Alberto aufgenommen werden.
Der Rüde konnte 2013 auch nach Baden vermittelt werden.

In Linares haben sich Christian und Britta das Gelände für das neue Tierheim angeschaut. Leider steht dort momentan alles still, denn die weiteren Gelder von der Stadt Linares (30.000 Euro) sind noch immer nicht geflossen!
Die Stadt zögert die Zahlung immer weiter hinaus und erst mit der Freigabe des Geldes kann mit der Umzäunung begonnen werden.

Weiter ging dann die Fahrt nach Monzón, wo auch das Tierheim angesehen wurde. Dorr hat sich einiges Bauliches getan – nur gibt es noch immer kein fliessendes Wasser oder Elektrizität. Das wird grade auch für die Mitarbeiter wieder im Winter sehr hart.
Auch eine Heizung kann es so nicht gegeben und die armen Hunde müssen im Winter immer sehr freien bei bis zu – 15°C.

Voll neuer Eindrücke sind Britta und Christian wieder in Deutschland angekommen und wir alle hoffen auch weiterhin für Spenden, die derzeit für alle Projekte wirklich dringend sind.


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