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Reiseberichte
In der spanischen Provinz Alicante soll das Tierheim in Calpe geschlossen werden. Wir kämpfen mit den Tierschützern um den Erhalt des Tierheims, das den Sparmassnahmen der Stadt Calpe zum Opfer fallen soll. Vom 24. 10. bis 09. 11. 2012 fuhr Ute Hübner nach Calpe, um sich über die Sachlage zu informieren. Die meisten Hunde, die auf eine Adoption warten, wurden dabei fotografiert und teilweise auch gefilmt, damit ein Transport Ende 2012 schon mal eine Anzahl von Hunden herausnehmen konnte. Immer wieder standen nebenbei auch Tierklinikbesuche an und es konnte bei der Pflege der Hunde geholfen werden. Die Situation in Calpe ist äußerst angespannt und keiner weiß, wie es in Zukunft weiterlaufen soll… Wir alle hoffen jetzt auf eine baldige sinnvolle Lösung.
Britta und Christian sind als TSV-Europa-Mitglieder zu einigen unserer Hilfsprojekte gefahren. So ging ihre Fahrt zuerst nach Calpe, wo sie Elinor zwei Tage besucht haben. Elinor braucht dringend längerfristig (mindestens ein halbes Jahr) Freiwillige , die ihr eine Zeit lang bei der Arbeit helfen können – gerne dürfen das auch Schüler oder Studenten über 18 Jahren sein, die den Hunden in Spanien gerne helfen möchten. Für eine Unterbringung ist gesorgt – Lohn und Kost kann aber leider nicht übernommen werden. Weiter ging die Fahrt von Britta und Christian dann nach zu unseren Partnertierheimen in Andalusien: Mie fiel amigo (Andújar) und Arconatura (Linares), wo sie auch sehr herzlich empfangen worden sind. In Linares haben sich Christian und Britta das Gelände für das neue Tierheim angeschaut. Leider steht dort momentan alles still, denn die weiteren Gelder von der Stadt Linares (30.000 Euro) sind noch immer nicht geflossen! Weiter ging dann die Fahrt nach Monzón, wo auch das Tierheim angesehen wurde. Dorr hat sich einiges Bauliches getan – nur gibt es noch immer kein fliessendes Wasser oder Elektrizität. Das wird grade auch für die Mitarbeiter wieder im Winter sehr hart. Voll neuer Eindrücke sind Britta und Christian wieder in Deutschland angekommen und wir alle hoffen auch weiterhin für Spenden, die derzeit für alle Projekte wirklich dringend sind.
Am Mittwoch, den 25.04.2012 ging es mit dem Flugzeug von Düsseldorf los nach Málaga. An Bord waren 3 Vollbluttierschützer voller Vorfreude, Spannung und Aufregung. Nach 3 Stunden Flug sind 2 von uns in Málaga gelandet und einer machte unfreiwillig einen Zwischenstopp auf Mallorca. Nach langem Warten waren wir dann vollzählig und wurden von einem freiwilligen Helfer den Tierheims Arconatura mit dem Auto abgeholt und fuhren 300 km nach Linares mit dem Auto. Auf dem Weg sahen wir viele Straßenhunde und uns wurde sofort bewusst was wohl in den nächsten Tagen auf uns zukommen würde. Am Donnerstag, den 26.04.2012 fuhren gleich in der Frühe los zum Tierheim Arconatura. Am Zaun stapelten sich schon die Hunde um uns alle als Erster zu begrüßen, wir waren natürlich vorbereitet, in den ältesten Sachen die der Schrank zu bieten hatte. Als wir durch die Tür ins Tierheim traten wurden wir schon völlig eingenommen und jeder versuchte mit 2 Händen min. 20 Hunde gleichzeitig zu kraulen, schnell merkten wir das die oberste Regel ist, sich nicht hin zu hocken, sonst landet man auf dem Boden und ist für alle Zeit verloren in einem Hundemeer voller Freunde und man wird bis zur zweiten Hautschicht abgeschleckt. Das Tierheim ist leider sehr notdürftig aufgebaut und es fehlt einfach alles. Am Freitag, den 27.04.2012 um 1:00 Uhr Nachts ging es mit dem Transporter los nach Zaragoza, im Gepäck waren schon 21 Hunde die schon eine tolle Familie in Deutschland, Österreich oder Schweiz hatten die bestimmt schon ganz Doll auf sie warteten. Es war sehr ruhig bei der Fahrt, die Hunde schliefen alle ganz fest. Um 9 Uhr erreichten wir das Tierheim in Zaragoza und waren überwältigt von der Größe. Dort gibt es sehr viel Freilauffläche für die Hunde und es ist sehr sauber, natürlich ist es nicht so das sie dort genug Geld und Helfer haben, aber da es etwas abseits liegt hat es wirklich eine schöne große Fläche. Wir haben uns entschlossen die Tötungsstation in Movera anzusehen um auch diese Seite in Spanien kennen zu lernen. Es gibt in einer Tötungsstation mehrere Bereiche in dem die Hunde untergebracht sind. Ich möchte an dieser Stelle nicht näher darauf eingehen. Wir sind danach wieder beim Tierheim gefahren und fingen sofort an die Hunde wieder in das Auto zu packen. Da alle Hündchen sich jetzt über 5 Stunden ausgepowert hatten war es sehr ruhig und die ersten schliefen gleich ein. Kurz vor der deutschen Grenze wurden wir vom französischen Zoll angehalten, da an der Rückseite des Fahrzeugs steht, dass wir lebende Tiere transportieren. Ich möchte auch noch einmal deutlich sagen, dass wir solche Kontrollen bei jedem Tiertransporter sehr begrüßen. Wir haben den Zöllner unsere Transportlisten, alle Pässe, die Klimaanlage im Laderaum, die Kamera mit Nachtsichtfunktion, alle Hunde und die monatliche Genehmigung vom deutschen Veterinäramt gezeigt, sodass wir gleich mit einem Lächeln und einem gezeigtem \"Daumen nach oben\" unseren letzten Abschnitt antreten konnten. Es war nun mittlerweile Samstag, der 28.04.2012 um 10:00 Uhr. Am Sonntag, den 29.04.2012 um 03:00 Uhr ging es für uns drei wieder los. Am Montag, den 30.04.2012 um 06.00 Uhr kamen wir wieder in Linares an und haben uns gleich in unser Zimmer verzogen und erst mal sehr lange geschlafen. Am Dienstag, den 01.05.2012 gingen wir früh noch einmal in Tierheim \"Arconatura\", gingen ein bisschen mit einigen Hunden Gassi und halfen da ein bisschen mit, bis wir leider wieder packen mussten und die Rücktour zum Flughafen nach Málaga antreten mussten. Ich hoffe Sie konnten einen kleinen Einblick erhalten über einen Transport und über einen Teil unserer Arbeit. Carolin Sander, Jacqueline Eiler und Christian Mücke
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